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Auf den Spuren Mozarts in Salzburg


Neben den Mozart-Gedenkstätten sind zahlreiche Plätze und Gebäude der Salzach-Stadt mit dem Namen Mozarts aufs Engste verbunden.


Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus,
Getreidegasse 9

Im Herzen Salzburgs steht jenes Haus des Salzburger Handelsherrn und Spezereiwarenhändlers Johann Lorenz Hagenauer (1712-1792), das der junge „Hochfürstl. Salzburgische Kammermusikus" Leopold Mozart (1719-1787) mit seiner Ehefrau Anna Maria Walburga im Jahre 1747 bezog. 26 Jahre lang bewohnte die Familie Mozart eine aus Küche, kleinem Kabinett, Wohn-, Schlaf- (Geburtszimmer) und Arbeitszimmer bestehende Wohnung im 3. Stock. Hier wurden ihre sieben Kinder geboren, von denen nur zwei das Kindesalter überlebten: 1751 Maria Anna Walburga („Nannerl") und am 27. Januar 1756 „Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus" (Wolfgang Amadeus).

Mit der Familie Hagenauer verband die Familie Mozart ein enges freundschaftliches Verhältnis. Johann Lorenz Hagenauer unterstützte stets die Reisepläne seiner Mieter und ihm ist es zu danken, dass wir durch seine Korrespondenz mit Vater Leopold so gut über die Jugendjahre Mozarts unterrichtet sind.




Mozart-Wohnhaus
Mozart-Wohnhaus
(Tanzmeisterhaus), Makartplatz 8-9

Am rechten Salzach-Ufer, vis-à-vis dem heutigen Landestheater, unweit der Dreifaltigkeitskirche, steht das „Tanzmeisterhaus", das neben dem Geburtshaus eine der wichtigsten Mozart-Gedenkstätten Salzburgs ist.

Im Herbst des Jahres 1773 übersiedelte die Familie Mozart nach längeren Verhandlungen mit der Hauseigentümerin Maria Anna Raab (um 1710-1788), der „Tanzmeister-Mitzerl", in das Haus am Hannibalplatz (heute Makartplatz 8-9), da die räumlichen Verhältnisse in der Getreidegasse zu beengt waren. Der Übersiedlung waren wiederholt Pläne für ein neues Quartier vorausgegangen, die jedoch wegen der oftmaligen Reisen verschoben werden mussten.
Mit der Übersiedlung auf den Hannibalplatz entkam die Familie Mozart der mittelalterlichen Enge der Getreidegasse. Vom Fenster des Wohnhauses überblickte man das rege Treiben am Platz und konnte „von vier Uhr bis fünf Uhr durch das Perspectiv (Leute sehen) in die Comoedie gehen." Die geräumige Achtzimmerwohnung bot ausreichend Platz für gesellschaftliche Begegnungen mit den befreundeten Familien. Im Garten erfreute man sich des Kegelspiels oder des Preisschießens, des so genannten „Bölzlschießens" auf bemalte Jux-Scheiben.




Mozarteum
Mozarteum
(Schwarzstraße 26 und 28)

Am 20. September 1880 entstand nach der Trennung des 1841 gegründeten „Dom-Musik-Vereins und Mozarteums" die „Internationale Stiftung Mozarteum", deren Ziel die Pflege und Förderung der Tonkunst und der Mozart-Verehrung ist.
Im Jahre 1909 schrieb die Internationale Stiftung Mozarteum einen Architekturwettbewerb zur Errichtung eines Mozart-Hauses aus, aus dem der Münchner Architekt Richard Berndl (1875-1955) als erster Preisträger hervorging. Nach seinen Plänen wurde in den Jahren 1910-1914 das Mozart-Haus, im Volksmund „Mozarteum" genannt, im Münchner Jugendstil erbaut.




Zauberflötenhäuschen

Zauberflötenhäuschen
(im Garten der Internationalen Stiftung Mozarteum, Schwarzstraße 26 und 28)

Hinter dem Mozarteum, im so genannten Bastionsgarten, steht das „Zauberflötenhäuschen", ein kleiner Holzbau, in dem der Legende nach Mozart Teile seiner „Zauberflöte" KV 620 komponiert haben soll.

Das „Zauberflötenhäuschen" stand ursprünglich im Garten nächst dem „Freihaustheater", dem „Theater auf der Wieden", in Wien, wo am 30. September 1791 „Die Zauberflöte" uraufgeführt wurde. Mozart soll in dem Häuschen von seinem Textdichter Emanuel Schikaneder eingesperrt worden sein, um mit der Komposition termingerecht fertig zu werden, sich hier mit Sängerinnen und Sängern getroffen und Teile der „Zauberflöte" geprobt haben. Als 1873 das Freihaus verkauft wurde, schenkte es der bisherige Besitzer Fürst Starhemberg der Internationalen Mozart-Stiftung. 1874 wurde das „Zauberflötenhäuschen" im Zwerglgarten in der Nähe des Schlosses Mirabell aufgestellt, von 1877 bis 1950 stand es auf dem Kapuzinerberg. Der Holzbau musste mehrmals restauriert werden, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, wo er durch die Erschütterung der Bombenangriffe auf Salzburg großen Schaden erlitt. Im Jahre 1950 fand das „Zauberflötenhäuschen" seinen endgültigen Platz im Bastionsgarten der Internationalen Stiftung Mozarteum, wo es während der Sommermonate Juli/August im Rahmen der Führungen durch das Mozarteum besichtigt werden kann. Ausgestellt werden Faksimiles des Theaterzettels der Uraufführung sowie Figurinen zur „Zauberflöte" aus dem Jahre 1793.



Alte Universität

In der Großen Aula (Aulatheater) der Alten Universität (heute Theologische Fakultät, Hofstallgasse) trat Mozart im Alter von 5 Jahren im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex" als Tänzer auf. Am 13. Mai 1767 wurde seine lateinische Schulkomödie „Apollo et Hyacinthus" KV 38 aufgeführt.



Kollegienkirche

Für die feierliche Eröffnung des vierzigstündigen Gebets in der Kollegienkirche (Universitätskirche, Universitätsplatz) am 5. Februar 1769 komponierte Mozart die d-Moll-Messe KV 65 (61a).

 

 

 

Residenz


Im Rittersaal der Residenz (Residenzplatz 1) fand am 12. März 1767 die erste Aufführung von Mozarts geistlichem Singspiel „Die Schuldigkeit des Ersten Gebots" KV 35, am 23. April 1775 die Erstaufführung der Serenata „Il Re pastore" KV 208 statt. Als Mitglied der Salzburger Hofmusik gab Mozart in der Residenz zahlreiche Konzerte.




Erzabtei St. Peter
Erzabtei St. Peter

Mozart verband seit frühester Jugend eine enge Beziehung zur Erzabtei St. Peter. Für die Primiz seines Jugendfreundes Kajetan Rupert Hagenauer, der in den Jahren 1786 bis 1811 dem Kloster als Abt vorstand, komponierte Mozart die „Dominicus-Messe" KV 66. Während seines Salzburg-Aufenthaltes wurde am 26. Oktober 1783 unter der Leitung des Komponisten die unvollendet gebliebene c-Moll-Messe KV 427 (417a) uraufgeführt. Seine Frau Constanze sang die Sopranpartie.
Hinter der Stiftskirche auf dem Petersfriedhof liegen in der Kommunengruft (Aufgang zu den so genannten Katakomben) Mozarts Schwester Maria Anna Berchtold zu Sonnenburg (1751-1829) und Mozarts Freund Johann Michael Haydn begraben. Kleine Porträts erinnern an diese zwei berühmten Salzburger Bürger.



Dom
Dom

Im Dom zu Salzburg wurden am 21. November 1747 die Eltern Wolfgang Amadeus Mozarts, Leopold und Anna Maria, getraut. Die Annahme, die Eltern Mozarts seien in Aigen bei Salzburg getraut worden, geht auf eine scherzhafte Bemerkung Leopold Mozarts in einem Brief an Lorenz Hagenauer zurück: sie hätten dort ein Gelübde abgelegt. Hier wurde Wolfgang Amadeus Mozart am 28. Januar 1756 getauft. Mozart - er war seit 1779 Hoforganist - komponierte seine Kirchenmusik fast ausschließlich für den Salzburger Dom. Es entstanden Messen, Proprien, Offizien, Litaneien, Kirchengesänge und Kirchensonaten.


Mozart-Denkmal
Mozart-Denkmal

Im Jahre 1835 regten der Salzburger Sigmund von Koflern und der aus Posen eingewanderte Schriftsteller Julius Schilling an, in Salzburg ein Mozart-Denkmal (Mozartplatz) zu errichten. Nach einem Spendenaufruf, dem viele Salzburger Folge leisteten, konnte das Denkmal beim Münchner Bildhauer Ludwig von Schwanthaler und dem königlichen Gießer Johann Stiglmaier in Auftrag gegeben werden.
Am 4. September 1842 fand am Michaelerplatz (heute Mozartplatz) im Beisein der zwei Söhne Mozarts - Constanze Nissen, verw. Mozart, war am 6. März 1842 in Salzburg gestorben - die feierliche Enthüllung statt. Franz Xaver Mozart, genannt Wolfgang Amadeus Mozart (Sohn), dirigierte zu Ehren seines Vaters eine selbstverfasste Festkantate op. 30.



St.-Sebastian-Friedhof
St.-Sebastians-Friedhof

In der Linzergasse am Fuße des Kapuzinerberges liegt der St.-Sebastians-Friedhof, wo in der Nähe der Gabriels-Kapelle zahlreiche Mitglieder der Familie Mozart ihre letzte Ruhestätte fanden: 1755 Wolfgang Amadeus Mozarts Großmutter mütterlicherseits, Eva Rosina Pertl (geb. 1688); 1787 Leopold Mozart; 1798 Genoveva Weber (geb. 1764), die Tante Constanze Mozarts und Mutter Carl Maria von Webers (1786-1826); 1805 Nannerls erste Tochter Johanna Maria Anna Elisabeth von Berchtold zu Sonnenburg (geb. 1789); 1826 Georg Nikolaus Nissen, Constanzes zweiter Mann; 1842 Constanze Nissen, verw. Mozart. Mozarts zwei Schwägerinnen Aloisia Lange (1761-1839) und Sophie Haibel (1763-1846), die ihre letzten Lebensjahre in Salzburg verbrachten, wurden ebenfalls am St.-Sebastians-Friedhof begraben, jedoch 1895 exhumiert und am Kommunalfriedhof beigesetzt.




Lodronischer Primogeniturpalast

Im Lodronischen Primogeniturpalast (Mirabellplatz 1), jenem Gebäude, welches heute die „Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum" beherbergt, musizierte Mozart mit seinen Freunden gerne. Für die Gattin des Erbmarschalls Ernst Maria Johann Nepomuk Graf Lodron (1716-1779), Maria Antonia (1738-1780), schrieb er in den Jahren 1776 und 1778 zwei Nachtmusiken KV 247 und KV 287. Ihr und ihren Töchtern Maria Aloysia (geb. 1761) und Maria Josepha (geb. 1764) widmete er das Konzert für drei Klaviere KV 242.




Wallfahrtskirche Maria Plain

Für die Wallfahrtskirche Maria Plain, in der die Familie Mozart häufig Messen lesen ließ, komponierte Mozart nicht, wie vielfach in der älteren Mozart-Literatur zu lesen ist, die „Krönungsmesse" KV 317, sondern die Messe in F-Dur KV 192.


Gedenkstätte
Mozart-Gedenkstätte in St. Gilgen
(Ischler Straße 15)

Eine kleine Gedenkstätte in St. Gilgen am Wolfgangsee ist jenen Personen in Mozarts Leben gewidmet, die sehr stark sein Leben beeinflusst haben: Anna Maria Walburga Mozart, seiner Mutter, und Maria Anna Walburga (Nannerl), seiner Schwester.
An der Ischler Straße in St. Gilgen steht das heutige Bezirksgericht zu St. Gilgen, jenes Haus, in dem am 25. Dezember 1720 Mozarts Mutter Anna Maria Walburga Pertl geboren wurde. Ihr Vater Wolfgang Nikolaus Pertl übte seit dem Jahre 1716 das Amt des Gerichtspflegers in St. Gilgen aus. Während seiner Amtszeit wurde das baufällige Pflegehaus nach den Plänen des Hofzimmermeisters Georg Huber neu aufgebaut. Nach dem Tode ihres Vaters zog Anna Maria mit ihrer Mutter und ihrer Schwester 1724 nach Salzburg, wo sie 1747 den Violinisten Leopold Mozart heiratete. Die zahlreichen Reisen, die Mozarts Mutter mit ihrer Familie unternahm, führten sie zu den glanzvollsten Höfen ihrer Zeit.
Als Mozarts Schwester Nannerl am 23. August 1784 einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den Reichsfreiherrn Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg heiratete, zog sie als Hausherrin in das Elternhaus ihrer Mutter. Nannerl hatte aus den beiden vorangegangenen Ehen ihres Gatten fünf Kinder zu übernehmen, drei gebar sie ihm. Nach dem Tode Berchtold zu Sonnenburgs übersiedelte sie nach Salzburg in das Barisanische Haus (Sigmund-Haffner-Gasse 12).

Im Jahre 1983 wurde im Bezirksgericht zu St. Gilgen ein Gedenkraum eingerichtet, in dem Porträts und Dokumente zu Mozarts Familie zu sehen sind.





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